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Stadtbezirke von Berlin

Berlin wurde im Jahr 2001 neu aufgeteilt. In den neuen Bezirken wurden viele ehemals eigenständige Bezirke zusammen gelegt. Teilweise sind auch ehemalige Ost-Berliner und West-Berliner Bezirke nun in einen Bezirk fusioniert.

Mitte

Der Stadtbezirk Mitte vereint die bisherigen Einzelbezirke Mitte, Tiergarten und Wedding.
In ihm befinden sich die meisten historischen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Berlin.

Am Brandenburger Tor beginnt die Straße „Unter den Linden“ mit den wichtigsten Vorzeigebauten der ehemaligen Königsstadt: Zur Rechten reihen sich neben mehreren Botschaftsgebäuden die drei Highlights des klassischen Musiktheaters aneinander - Staatsoper, Komische Oper und Staatsballett.
Links folgen Humboldt-Universität, Zeughaus, Lustgarten und Berliner Dom aufeinander.

Überquert man den Lustgarten, erreicht man die Museumsinsel. Hier warten die Kulturschätze der Nation auf ihre Bewunderer. Jedes der fünf Museen ist ein Meilenstein deutscher Museumsgeschichte. Derzeit wird ein neues Besucherleitsystem errichtet, das die Besichtigung des gigantischen historischen Kulturschatzes noch einfacher machen wird.

Friedrichstraße und Gendarmenmarkt bieten dem Berlin-Touristen weitere Höhepunkte auf ihrer City-Tour. Hier kann man ausgesuchte Hotels in historischer Umgebung buchen und
findet exklusive Shoppingmöglichkeiten sowie eine Reihe namhafter Restaurants von bester Qualität.

Ebenfalls zu Mitte gehört der Alexanderplatz mit seinem Fernsehturm und das Nikolaiviertel mit der Nikolai-Kirche, dem ältesten Gebäude von ganz Berlin.

In nächster Nähe zu den kulturellen Traditionsadressen der Nation hat sich eine neue Generation ihr Zentrum geschaffen. Das Scheunen-Viertel waren einst Zentrum des jüdischen Berliner Lebens. Nach der Maueröffnung wurde es restauriert und zur Wiege einer wachsenden kulturellen Szene. Von den Sophiensälen über die Hackeschen Höfe bis zum Tacheles in der Oranienburger Straße kann man Kunst und Lebenskunst aller Art erleben. Außerdem befindet sich in der Oranienburger Straße die große Berliner Synagoge.

Im Gegensatz zur historischen Mitte könnte man die Region um den Volkspark Tiergarten als Wachstumswunder der Wiedervereinigung bezeichnen. Am ehemals ausgestorbenen Potsdamer Platz wurde in den Neunziger Jahren die größte Baustelle Europas errichtet. Die Superlative der modernen Architektur sind praktisch aus dem Boden gewachsen. In wenigen Jahren errichteten Sony, Daimler-Chrysler und andere internationale Firmen ihre spektakulären Präsentationsgebäude. Aber auch der älteste U-Bahnhof Berlins wurde in moderner Fasson wieder eröffnet. Weiterhin wurde das Kulturforum um die neue Nationalgalerie erweitert.

Im atemberaubenden Architekturensemble am Potsdamer Platz befinden sich auch die großen Tourismus-Attraktionen der Hauptstadt. Musicaltheater, Neue und Alte Nationalgalerie und das Filmmuseum sind nur einige der Highlights.
Nach einem kurzen Spaziergang durch den „Tiergaren“, der auch gern der Berliner „Central-Park“ genannt wird, erreicht man das politische Zentrum Deutschlands, den Reichstag. Von Kaiser Wilhelm 1871 eingeweiht war er zunächst nur bis zum Reichstagsbrand 1933 Regierungssitz. Von 1995 bis 1999 wurde das stark beschädigte Gebäude modernisiert und ist seitdem erneut Regierungssitz von Deutschland. Der Besuch der Gläsernen Kuppel ist ein unvergessliches Erlebnis. Von hier bietet sich ein herrlicher Rundblick über die Innenstadt.

Im Nordwesten des neuen Stadtbezirkes Mitte liegt der ehemalige Bezirk Wedding, ein traditionelles Arbeiterviertel. Im einstigen Westteil der Stadt direkt an der Berliner Mauer lagen große Industriegelände wie die von AEG und Osram. In den letzten Jahren vor dem Mauerfall wurden jedoch die meisten Produktionsstätten geschlossen und der Wedding war von steigenden Arbeitslosenzahlen betroffen. Bis heute gilt das Viertel als einfaches Viertel, wo man noch am ehesten der urigen Berliner Mentalität, der „Schnauze mit Herz“ begegnen kann.

Doch werden die Berliner Originale auch hier seltener, denn in den letzten Jahren setzte sich der Bezirk vor allem als preisgünstige Wohngegend mit Innenstadt-Nähe durch.
Architekturinteressierte finden in der Afrikanischen Straße einige Gebäude von Mies van der Rohe. Die Shopping Mall im Gesundbrunnen-Center bringt Großstadtflair in die Gegend. Der intensiv bebaute Stadtteil ist von viel Natur umgeben – im Osten vom Humboldthain und im Südwesten befindet sich der idyllische Plötzensee.

Außerdem gehört der Stadtteil Moabit jetzt zur Berliner Mitte. Hier wurde der einstige Lehrter Bahnhof zum neuen Hauptbahnhof umgebaut. Ganz in der Nähe liegen außerdem das Naturkundemuseum und die Berliner Charité.

Charlottenburg-Wilmersdorf

Charlottenburg schließt westlich an den Stadtteil Tiergarten von Berlin Mitte an und war einst das Zentrum von Westberlin. Der Bahnhof Zoo war der zentrale Punkt von Charlottenburg. Doch seit der Erbauung des neuen Hauptbahnhofes ist er ein wenig zum Nebenschauplatz geworden. Dennoch finden täglich Tausende auf die traditionelle Prachtmeile Westberlins, den Kurfürstendamm. Er beginnt an einem Wahrzeichen Berlins, der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die als Mahnmal im Zustand der Kriegsruine erhalten wird.

Von der Gedächtniskirche zieht sich der Kurfürstendamm in moderner Pracht über mehrere Kilometer in den Berliner Westen. In seinen exklusiven Boutiquen wird ein tägliches Fest von Glamour und Sinnesfreude gefeiert. Mode, Luxus, Kunst, Cafés und Bars warten auf den Flaneur.

Aber auch als geistig-kulturelles Zentrum ist Charlottenburg Mittelpunkt des westlichen Berlins. Hier befinden sich die Technische Universität und die Kunsthochschule, die Berliner Schaubühne und viele kleine Kammertheater und Musikkeller. Treffpunkt der Berliner Lebenskünstler ist schon seit über hundert Jahren der Savigny-Platz.

Der Namensgeber des Bezirks, das Schloss Charlottenburg, wurde noch vom ersten preußischen König initiiert und ist einer der ältesten und schönsten Schlossbauten von Berlin. Die romantische Parkanlage lädt zur Entspannung vom Stadtrummel ein.

Im Osten  Charlottenburgs kann man sich ebenfalls gut von der City erholen, denn hier lockt der Berliner Zoo mit vielen schönen Gehegen und einem riesigen Aquarium.

Weiterhin ist Charlottenburg für seine zahlreichen internationalen Restaurants bekannt.
Einige Edel-Italiener dieses Stadtbezirkes sollen angeblich sogar die besten Lokale im Heimatland übertreffen.

Die rasche Stadtentwicklung Berlins führte im 19. Jahrhundert zur Bebauung der ehemaligen Ländereien von Wilmersdorf. So bestimmen Gründerzeitbauten das Bild dieses Stadtteils, der sich von Charlottenburg bis zum Berliner Grunewald zieht. 
Für Einkaufsbummler bietet die Wilmersdorfer Straße, als autofreier Boulevard eine entspannte Alternative zum Ku’damm. Von dort gelangt man zum Stuttgarter Platz, einer beliebten kulinarischen Insel, die auch Nachtschwärmern einiges zu bieten hat.  In den Sechziger Jahren hat sich hier die erste öffentliche Wohnkommune, die legendäre „Kommune 1“, gegründet.
Am westlichen Ende des Stadtbezirkes liegt die Berliner Messe mit dem Funkturm.

Friedrichshain - Kreuzberg

Der neue Stadtbezirk östlich von Berlin Mitte vereint seit 2001 zwei Stadtteile, die jahrzehntelang auf schmerzliche Weise voneinander getrennt waren. Die Berliner Mauer verlief entlang der Spree, einst die natürliche Grenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. 1961 wurden die Verbindungsbrücken unzugänglich und Scharfschützen sorgten dafür, dass Kreuzberg für die Ostberliner unerreichbar blieb.

Nach dem Abriss der Mauer wurden die Spreebrücken restauriert oder neu gebaut und verbinden seither beide Stadtteile. Friedrichshain ist dabei so etwas wie die urbane Mitte zwischen den Kultzenren Prenzlauer Berg und Kreuzberg geworden. Es hat sich zum beliebten Wohnviertel mit vielen Erlebnismöglichkeiten entwickelt. Der Fritz-Club im Postbahnhof veranstaltet die größten Parties von Berlin, das Kriminal-Theater bringt Spaß und Grusel zugleich auf die Bühne und Berlins erste Skate-Halle zollt auch der Hip Hop Generation ihren Tribut.
Einmalig in ganz Deutschland sind die Straßenzüge der ehemaligen Stalin-Allee, heute die Karl-Marx-Allee. Die Kommunistische Prunkarchitektur in russischen Größendimensionen entspricht heute auf besonders eigenartige Weise einer modernen Wohnqualität.
Wer die Mauer noch einmal sehen möchte, findet in der East Side Gallery am Spree-Ufer das längste übriggebliebene Stück.

Das einst so berüchtigte Kreuzberg, das jahrzehntelang als Hochburg der deutschen Linken galt, ist spätestens seit der Wiedervereinigung deutlich „normaler“ geworden. Doch nach wie vor ist der Stadtteil von einer friedlichen Koexistenz aus alternativer Szene und der größten türkischen Gemeinde außerhalb der Türkei geprägt. Wobei die Einwanderer inzwischen aus allen Teilen der Erde kommen. Zwar nennt sich die Oranienstraße auch heute noch gern „Ku’damm der Punkkultur“, doch lässt sich kaum leugnen, dass daraus immer mehr ein Ku’damm des Multikulti wird.

Südlich des Landwehrkanals hat sich schon lange vor Wendezeiten die künstlerische und intellektuelle Boheme niedergelassen. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Vom Gräfe-Viertel bis zur Bergmannstraße findet man zwischen türkischen oder arabischen Imbissangeboten zahlreiche Galerien, Bars und Cafés.
Als neue Heimat von Einwanderern aus aller Welt zelebriert Kreuzberg alljährlich den Karneval der Kulturen.

Ein bedeutender Neubau nach dem Abriss der Mauer ist das Jüdische Museum des Architekten Daniel Libeskind. Das Museum an der Lindenstraße ist wegweisend für eine neue Erinnerungskultur an die jüdische Geschichte und ihrer größten Tragödie, dem Holocaust.

Hinweis: Im Folgenden werden die Berliner Außenbezirke im Uhrzeigersinn beschrieben.

Neukölln

Südwestlich von Friedrichshain-Kreuzberg liegt Neukölln. Einst war Neukölln der südlichste Bezirk von Westberlin, der auch entlang der Berliner Mauer verlief.
Der Außenbezirk ist weniger berühmt als sein Nachbar Kreuzberg. Dennoch hat er viel Ähnliches zu bieten. Seine Tradition als Einwanderungsgebiet ist sogar noch älter, wurde Neukölln doch maßgeblich von böhmischen Einwanderern im frühen 18. Jahrhundert gegründet.
Architektur- und Stadttouristen finden in der Gropius-Stadt aus den Sechziger Jahren das erste moderne Wohnprojekt für multikulturelles Leben. Multikulti prägt auch das Markttreiben auf dem Hermann-Platz, sowie eine Stadtteilkultur, in der sich die Kulturen der Welt präsentieren. Wer entspannte Live-Unterhaltung sucht, findet in der Neuköllner Oper musikalische Events mit Witz und Charme.
Ausflügler lädt der Stadtbezirk in die beiden Erholungsparks Buckow und Britz ein. Mit dem Britzer Schloss hat der Preußische Adel eins seiner schönsten Erbstücke hinterlassen.

Tempelhof – Schöneberg

Die Stadtgebiete von Tempelhof im Süden von Berlin sind mit der rasanten Industrialisierung und Besiedelung von Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Der Flughafen Tempelhof wurde einst unter der Leitung von Albert Speer erbaut und wird bis heute vorrangig für Inland- und Kurzstreckenflüge genutzt.
Der Stadtteil ist v.a. für Geschäftsreisende bedeutsam, denn in den alten und neuen Gewerbegebieten haben zahlreiche Firmen ihren Sitz.
Musik-Fans sollten sich die Lage der Columbia-Halle einprägen. Seit Jahren präsentiert das Konzerthaus Newcomer der internationalen Popszene.  

Im Norden des Bezirkes liegt der Stadtteil Schöneberg. Zwischen dem luxuriösen Charlottenburg und dem „Kulturchaos“ Kreuzberg bietet Schöneberg so etwas wie die Goldene Mitte an. Hier findet man Alternativkultur mit viel Stil. Ausgesuchte Boutiquen und geschmackvolle Nippesläden gibt es vor allem in der Feurig- und Akazienstraße. Ob Geschäftsmann, Student, Künstler oder selbstbewusster Schwuler, in den Bars und Cafés von Schöneberg genießt man ein entspanntes Miteinander. Auch die Fortsetzung des Ku’damms, der Tauentzien gehört bereits zu Schöneberg. Damit ist der altehrwürdige Luxustempel KaDeWe auch ein Schöneberger „Kind“.

Steglitz - Zehlendorf

Ehrgeizige Berliner Stadtplaner wollten aus Steglitz einst das „Manhattan“ von Berlin machen. Herausgekommen ist die zweitgrößte Shopping-Meile der Hauptstadt. Moderne Hochhäuser reihen sich aneinander und bieten dem Flaneur eine lückenlose Abfolge von namhaften Modelabels, Kaufhausketten und Boutiquen. In der noblen Wohngegend sorgen u.a. das Schlossparktheater und die Schwartzsche Villa für Kultur.

Zehlendorf dagegen ist die grüne Verbindung zwischen Berlin und Potsdam. Die Ortsteile Dahlem und Wannsee gehören zu den schönsten Wohngegenden von Berlin. Wannsee verdankt seinen Namen der unmittelbaren Lage zum beliebten Badesee. Hier wurde auf Initiative des Bankiers Wilhelm Conrad eine Villenkolonie gegründet, die es wohlhabenden Berlinern ermöglichen sollte, die überquellende Industriestadt Berlin zu verlassen und sich inmitten einer grünen Umgebung komfortabler anzusiedeln. Einige der vornehmen Villen sind später zu historischer Bedeutung gekommen, wie z.B. das Haus der Wannsee-Konferenz.Das benachbarte Dahlem nahm eine ähnliche Entwicklung wurde aber zusätzlich zum Wissenschaftsstandort auserkoren. 1873 wurde hier das Ethnologische Museum gegründet, das bis heute zu den weltweit bedeutendsten Völkerkundemuseen zählt. 1948 wurde Dahlem dann zum Standort für die Freie Universität erwählt, noch immer eine der fortschrittlichsten Universitäten Deutschlands. Der Botanische Garten von Dahlem ist der größte seiner Art in Europa. Das Brücke-Museum ist zwar vergleichsweise klein, jedoch von unschätzbarer Bedeutung für die Kunstgeschichte des Expressionismus.Am äußersten Ende von Zehlendorf befindet sich die Glienicker Brücke, die Berlin über den Fluss Havel hinweg mit der Stadt Potsdam verbindet. Hier befand sich zur Zeit des Kalten Krieges ein Grenzübergang für Diplomaten. Dieser Übergang wurde auch genutzt, um mehrmals Geheimagenten und politische Häftlinge auszutauschen.

Spandau

Spandau, ehemals eine Kleinstadt westlich von Berlin, hat ein ganz eigenes Flair. Es wurde erst spät eingemeindet und hat seine ursprüngliche Struktur bis heute beibehalten.
Eine hübsche Altstadt bestimmt das Zentrum. Die Zitadelle Spandau bietet ein anspruchsvolles Kulturprogramm. Im Ballhaus und im „JWD“ gibt’s Konzerte und Parties für das junge Publikum. Auch auf’s Shoppen muss man in Spandau nicht verzichten.
Wegen seiner vielen Flüsse und Kanäle ist der Bezirk auch ein hervorragender Ausgangspunkt für Wasserwanderer.
Wohngebiete im Grünen bestimmen die Außengebiete von Spandau.

Richtung Stadtmitte, an der Grenze zu Tegel, befindet sich eine Legende deutscher Industriegeschichte - die Siemens-Stadt. Die Firma Siemens errichtete hier in den Zwanziger Jahren ihre bisher größte Werksanlage auf der auch Wohnsiedlungen für die Arbeiter entstanden. Die modernen Wohngebiete boten einen deutlich besseren Wohnkomfort, als er in den gewöhnlichen Berliner Mietskasernen vorherrschte. Bis heute ist die Siemensstadt ein bedeutendes großflächiges Gewerbegebiet mitten in Berlin.

Reinickendorf

Für Berlin-Besucher kann der Bezirk Reinickendorf im Nordwesten aus mehreren Gründen interessant sein. Zum einen befindet sich hier der Flughafen Berlin-Tegel, zum anderen ist Reinickendorf ein idealer Stadtbezirk für einen entspannten Berlin-Urlaub.

Das Angebot an Ferienwohnungen ist reich und die Verbindungen zu den Berliner Zentren ideal. Reinickendorf selbst ist ein recht wasserreicher und grüner Bezirk, so dass es viele Möglichkeiten gibt, um sich vom Pflastertreten zu erholen.
Die Lage am Tegeler See und eine Vielzahl an Gartenrestaurants sorgen für entspannte Urlaubstage. Junge Stadtabenteurer werden die Indoor-Kartbahn lieben. 

Ähnlich wie in Spandau sind auch in Reinickendorf die inneren Stadtteile von Industrieanlagen geprägt. So befinden sich z.B. die ehemaligen Borsigwerke im Stadtteil Tegel. Im Zusammenhang mit der Industrialisierung des Berliner Nordwestens entstanden hier bereits in den Zwanziger Jahren große Wohnsiedlungen wie die Weiße Stadt. Das Märkische Viertel dagegen stammt aus den Sechziger Jahren.

Reinickendorf war zu Mauerzeiten der Grenzbezirk zu Ost-Berlin im Norden. Entlang des ehemaligen Mauerstreifens wurde in Reinickendorf ein Radweg angelegt, der dem einstigen Todesstreifen heute durch eine begrünte Natur folgt.

Pankow

Der neue Bezirk Pankow zieht sich von der Stadtmitte bis in den äußersten Nordosten Berlins. In ihm finden sich einige wichtige Kulturlandschaften des ehemaligen Ostberlins wieder.

Der wohl bekannteste Stadtteil von Pankow, der im Süden an den Bezirk Mitte angrenzt, ist der Prenzlauer Berg. Zu DDR-Zeiten lebten hier zahlreiche Studenten, viele von ihnen „schwarz“, d.h. mietfrei, in abrissreifen Häusern. Der Prenzlauer Berg war bekannt für seine regimekritische Untergrundkultur. Ab 1990 war die Wohngegend ein beliebter Ansiedelungsort für junge Berlin-Einsteiger aus ganz Deutschland . Doch mit den Jahren wurden die einstigen abrissreifen Häuser saniert und der Prenzlauer Berg wird mehr und mehr zu einer attraktiven Wohngegend, in der auch die Mieten zusehends steigen. Derzeit ist der Prenzlberg der Berliner Stadtteil mit dem niedrigsten Durchschnittsalter. So finden Berlinbesucher hier auch eine bedeutende Attraktion für Kinder. An der Marienburger Straße gibt es einen 5.000 qm großen Abenteuer-Spielplatz.

Als kulturelles Zentrum des Stadtteils fungiert die Kulturbrauerei. Auf dem weitläufigen ehemaligen Betriebsgelände finden Nachtschwärmer alle Veranstaltungsarten vom Tango-Ball bis zur Mega-Disco. Außerdem wird das rege Kulturleben am Prenzlauer Berg von beherzten Eigeninitiativen in Kunst, Musik und Theater geprägt. Für einen Bartrip schlendert man am besten zum Käthe-Kollwitz-Platz und von dort weiter zur Kastanienallee. Im Biergarten des Berliner Prater hat schon Rosa Luxemburg ihre Volksreden gehalten.
An der Bernauer Straße steht das zweite erhaltene Stück der Berliner Mauer, das man vom anliegenden Mauerpark aus schon von weitem betrachten kann. Fleißige Graffitti-Sprayer sorgen für die ständige Erneuerung der Mauerbilder.

Von der Grenze zum Prenzlauer Berg bis in den Grünen Norden hinein zieht sich das historische Wohngebiet von Pankow. Trotz der Zerstörung im zweiten Weltkrieg gibt es hier noch ganze Straßenzüge, die über eine gut erhaltene Bausubstanz aus Gründerzeiten verfügen. Die malerischen Villenviertel im Norden waren einst Residenz der höchsten DDR-Funktionäre. Im Panke-Museum kann man die Berliner Stadtgeschichte vor Ort erleben.

Auch für die Geschichte von Pankow spielt die Lage an der Berliner Mauer eine bedeutende Rolle. In Pankow befindet sich die Bornholmer Brücke bzw. Bösebrücke, die einst direkt durch den Verlauf der Berliner Mauer führte. Der Grenzübergang Bornholmer Straße war der nördlichste Grenzübergang von Berlin. Was viele nicht wissen: Die eigentliche Öffnung der Mauer begann hier. In der Nacht vom 9. zum 10. November gaben die Grenzsoldaten an der Bornholmer Straße dem Druck der Demonstranten von Pankow nach und öffneten den Übergang. Erst danach gaben auch die übrigen Grenzposten den Kampf gegen den Ansturm des Volkes auf.
Kulturell ist Berlin-Pankow vor allem ein Zentrum der jungen Berliner Kultur. In der Brotfabrik und im Theater unterm Dach präsentieren sich unbekannte und vor allem sehr junge Künstler und Ensemble und mit etwas Glück sieht man hier schon mal einen großen Star der Zukunft bei seinen ersten Bühnenerfahrungen.

Östlich von Pankow befindet sich Weißensee. In diesem eher beschaulichen Stadtteil befindet sich eine der renommiertesten Kunsthochschulen Deutschlands.  2002 wurden dem Gebäudekomplex von Architekten des Potsdamer Platzes zwei neue Bauten hinzugefügt.
Stadturlauber finden in Weißensee hervorragende Angebote für Ferienwohnungen. Fitness-, Wellness- und Billard-Center sind meist gleich um die Ecke. Zentrum des Stadtteils ist der Weiße See, an dessen malerischen Ufern im Sommer Freilichtkino geboten wird.

Der äußerste Stadtteil von Pankow ist Berlin-Buch, das aus einem ehemals kleinen Dorf am Fluss Panke hervorgegangen ist. Seine Geschichte ist schon früh mit der Errichtung medizinischer Einrichtungen verbunden. Aus der sogenannten Krankenhausstadt von 1929 entwickelte sich bis heute ein führendes medizinisches Behandlungs- und Forschungszentrum in den Bereichen der Krebsforschung und Molekularmedizin.

Berlin Lichtenberg

Der große Stadtbezirk im Osten Berlins ist vor allem Wohngegend. Neben seinem städtischen Kern umfasst er die ehemaligen märkischen Dörfer Wartenberg, Falkenberg und Malchow. Viele Berliner finden hier die ideale Verbindung von Stadtleben und einem Wohnsitz im Grünen. Die Attraktionen des Bezirkes sind auch beliebte Ziele für Tagesausflüge mit der ganzen Familie. So kann man das Barockschloss Friedrichsfeld besichtigen oder einen Nachmittag im benachbarten Tierpark verbringen. Der Lichtenberger Tierpark ist einer der größten zoologischen Gärten in Deutschland. Tierisch geht’s auch auf der Trabrennbahn Karlshorst zu, wo man wie seit eh und je auf Pferde wetten kann. Eine weitere Naherholungsmöglichkeit bietet der Freizeitpark Wuhlheide. Hier locken neben einem weitläufigen Stadtwald auch Live-Konzerte auf der großen Freilichtbühne und Kreativ-Angebote für Kinder. 

Marzahn – Hellersdorf

Marzahn und Hellersdorf waren einst die Trabantenstädte Ostberlins. Die ehemaligen Betonwüsten werden nun zu grünen Oasen umgebaut. Auf den Abrissflächen ehemaliger Hochhäuser entstehen „Grüne Bänder“, die auch als Ausstellungspodium für öffentliche Kunst genutzt werden.
Der Erholungspark Marzahn entwickelt sich zum bedeutenden Ausflugsgebiet. Ausgedehnte Wiesenflächen laden zum Spielen und Entspannen ein. Ein besonderer landschaftlicher Schatz ist die einzigartige Sammlung Gärten der Welt, das sind Gartenanlagen, die nach exotischen Vorbildern angelegt wurden. Bisher gibt es den chinesischen, den japanischen, den balinesischen, den koreanischen und orientalischen Garten. 
Im Sommer kann man in der malerischen Umgebung exotische Parkfeste erleben.

Treptow - Köpenick

Der grüne Stadtteil Treptow beginnt direkt hinter Kreuzberg - Friedrichshain mit dem Treptower Park. Dessen Attraktion ist das riesige Sowjetische Ehrenmal, das die sowjetische Armee nach dem Sieg der Alliierten hier erbauen ließ. Der Park am Südufer der Spree geht nahtlos in den Plänterwald über, danach schließt sich die Königsheide an. Wasserwanderer können an den Anlegestellen des Treptower Parks starten. Zur Auswahl stehen Tretboote für einen Kurztrip zur „Liebesinsel“, Paddelboote für eine Spree-Tour oder Ausflugsschiffe für eine Sightseeing-Fahrt über die Flüsse und Kanäle von Berlin.

Die Grenzlinie im Norden und Westen von Treptow kennzeichnet den ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer im Süden. Hier befand sich auch der südlichste Grenzübergang Sonnenallee, der durch den gleichnamigen Film berühmt wurde.

Nach den großen Grünzonen von Treptow schließt sich als äußerster Stadtteil im Südosten Köpenick an. Noch immer wirkt es wie eine eigenständige Kleinstadt vor den Toren Berlins. Der große Vorteil von Köpenick ist seine Lage am Müggelsee. Der beliebte Badesee ist die Ostberliner Alternative zum Wannsee. Naturfreunde finden in den Müggelbergen ein kleines Wanderparadies mit Aussichtsturm.
Kulturhungrige können sich im Altstadtmuseum über die Geschichte der Stadt und den legendären Hauptmann von Köpenick informieren.  Und auch im kleinen Köpenick kann man noch ein Stückchen Glanz und Gloria des preußischen Adels bewundern.
Das malerische Schloss Köpenick ist ganz von Wasser umgeben und beherbergt eine Schatzsammlung des Kunstgewerbe-Museums. Das ganze Jahr über werden hier Schlosskonzerte veranstaltet.


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